Tipps für das Üben

Nach­dem du die ersten Stücke am Klavier gespielt hast wirst du dich sicher­lich gefragt haben welche Bedeu­tung die Zahlen ober­halb der Noten haben.
Damit ist in den meis­ten Fällen der Fin­ger­satz gemeint.
Der Fin­ger­satz gibt an mit welchem Fin­ger der jew­eilige Ton an Tas­ten der Klaviatur angeschla­gen wird.
Natür­lich ist der Fin­ger­satz nicht über jed­er einzel­nen Note eines Werkes ange­führt, son­dern haupt­säch­lich bei tech­nisch schwieri­gen und Entschei­den­den Pas­sagen.
Ich empfehle auf alle Fälle die ange­führten Fin­ger­sätze im Noten­text zu beacht­en und anzuwen­den.
Ein passender Fin­ger­satz ver­hil­ft dir beim Klavier­spiel tech­nisch schwierige Stellen sicher­er, schneller und rhyth­mis­ch­er inter­pretieren zu kön­nen.
Er kann dir das Leben als Pianis­ten also sehr vere­in­fachen.
Die Bedeu­tung der Fin­ger­sätze wird ger­ade bei Anfängern unter­schätzt, da Werke im“ Übetem­po“ mit jeden beliebi­gen Fin­ger­satz gespielt wer­den kann.
Sobald man jedoch das Stück bess­er beherrscht und es ins Tem­po bekom­men möchte, würde man bei einem nicht opti­malen Fin­ger­satz schnell an seine Gren­zen stoßen.
Ich kann es nur jedem Pianist empfehlen von Anfang an einen Fin­ger­satz festzule­gen, da man so immer den gle­ichen Fin­ger­satz ver­wen­det und das Erler­nen eines Werkes so wesentlich beschle­u­nigt.
Aus eigen­er Erfahrung kann ich jedem nahe leg­en, bei einem schon erlern­ten Werk den Fin­ger­satz zu ver­wen­den, den man schon ein­studiert hat auf jeden Fall auch auf dem Noten­blatt zu notieren.
Es gibt näm­lich nichts Ärg­er­licheres als sich nicht mehr an den her­aus­gear­beit­eten Fin­ger­satz zu erin­nern, nach­dem man das Stück für eine Zeit nicht mehr gespielt hat und wieder auf­greifen möchte.
Es gilt des Weit­eren zu beacht­en, dass der Fin­ger­satz auch von indi­vidu­ellen Voraus­set­zun­gen abhängig ist und deshalb nicht für jeden angemessen ist.
Nicht jed­er hat beispiel­sweise gle­ich große Hände oder man kommt auf­grund der Art und Weise wie man gel­ernt hat mit einem alter­na­tiv­en Fin­ger­satz bess­er zu recht.
Noten von ver­schiede­nen Her­aus­ge­bern kön­nen natür­lich auch unter­schiedliche Fin­ger­sätze haben.

Wie set­zt man also den Fin­ger­satz der im Noten­text ange­führt ist in die Prax­is um:

Musik­er beze­ich­nen den Dau­men als ersten Fin­ger.
Den Zeigefin­ger als zweit­en Fin­ger.
Den Mit­telfin­ger als drit­ten Fin­ger.
Den Ringfin­ger als vierten Fin­ger.
Den kleinen Fin­ger als fün­ften Fin­ger

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2018-10-30T17:06:56+00:00